17.03.2012 Jahreshauptbversammlung

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Eckard Lacher hat vom Württembergischen Judoverband die Ehrennadel in Gold erhalten.

Am Samstag den 17. März 2012 tagte die Mitgliederversammlung des Judo Club Horb in Eutingen im Gasthaus zur Linde. Bei dieser Versammlung trat ein „Mann der ersten Stunde“ des Horber Judoclub nach einer letzten Amtsperiode von seinem Posten als Vorsitzender zurück.
Eckard Lacher begrüßte an diesem Samstagabend die anwesenden Mitglieder zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender des Vereins. Vor zwei Jahren hatte er angekündigt, dass er nicht mehr kandidieren würde. Nun war der Zeitpunkt gekommen bei seinem Rechenschaftsbericht seine Arbeit im Verein „Revue passieren“ zu lassen. Er danke allen Vorstandsmitgliedern und Trainern für die harmonische Zusammenarbeit im Verein. Sie sei die Triebfeder gewesen, dass er so lange in der Vorstandschaft und in den vergangenen zwölf Jahren als erster Vorsitzender für den Verein tätig war. In seiner Rede ging Eckard Lacher auf einige herausragende Punkte im Vereinsleben ein. Beispielsweise die anfängliche Partnerschaft mit einem englischen Judoverein. Die Partnerschaft selbst mit dem Verein ist leider nach einigen Jahren „eingeschlafen“ aber es hätten sich Freundschaften entwickelt, die bis heute gehalten haben. Im geselligen Bereich gab es viele Freizeiten und Skiausfahrten. Im Wettkampfsport war der Judo Club Horb einst sehr aktiv. Manche Mitglieder des Vereins waren Kadermitglieder auf Landes- als auch Bundesebene. Leider hat das Interesse am Wettkampf bei der Jugend nachgelassen und auch die Trainerinnen und Trainer des Vereins können nicht mehr so viel betreuen, wie es früher einmal der Fall war. Andererseits hat sich der Judo Club Horb auf Landesebene als Austragungsort für Lehrgänge etabliert. Dieses Engagement geht auf die Trainer Jens Eggert und Kai Dahlhaus zurück, die seit Jahren für den Württembergischen Judoverband als Referenten Techniklehrgänge in Horb anbieten. Gerade am Samstag wurde vormittags ein Lehrgang abgehalten, zum Teilnehmer sogar aus dem fernen Ellwangen angereist waren.
Der Verein ist finanziell sorgenfrei auch wenn die Mitgliederzahlen leicht rückläufig sind. Eckard Lacher ist der Meinung, dass man stolz auf das Erreichte sein dürfe.
Im Bericht der Kassiererin Sylvia Lang wurde die Situation des Vereins erläutert, der finanziell keine Sorgen zu haben braucht. Die beiden Rechnungsprüfer Thomas Mattes und Jürgen Striebich konnten ihr wie jedes Jahr eine einwandfreie Kassenführung bestätigen.
In seiner Eigenschaft als Sportwart ging Kai Dahlhaus auf die sportlichen Erfolge der Männermannschaft im letzten Jahr ein, die Bezirksligameister wurde. Im Einzelwettbewerb konnte sich Sarah Flemming bis zur Deutschen Pokalmeisterschaft durchkämpfen. An dieser Stelle kritisierte Kai Dahlhaus den „Bürokratismus“ des Deutschen Judobundes, denn für die Teilnahme auf dieser Ebene müssen die Athleten zwei „lizenzierte“ Anzüge in den Farben weiß und blau mitbringen, sich um Rückenaufnäher sorgen, auf denen der Name und die Gewichtsklasse der Athleten zu lesen sind. Von den Fahrt- und Übernachtungskosten ganz zu schweigen. Für kleine Vereine ist die Teilnahme von erfolgreichen Judoka auf deutscher Ebene ein „teurer Spaß“. Neben einigen anderen Inhalten wie WJV-Lehrgänge in Horb und Gürtelprüfungen dankte er auch den jungen Nachwuchsjudoka, die sich als Assistenztrainer im Verein engagierten. Dieser Dank ging im Besonderen an Marc Müller, Marcel Friedrichson, Lorenz Peh und Alexander Müller.
Heike Lütz hatte als Jugendwartin nur einen kurzen Bericht abzugeben, da nur wenige Wettkämpfe im Jugendbereich besucht wurden. Dennoch konnte sie die Erfolge von Eddy Kempf besonders hervorheben, der in der Altersklasse U 14 bis auf Landesebene Erfolge verzeichnen konnte.
Im Anschluss an die Rechenschaftsberichte folgten einige kleinere Satzungsänderungen, um die Satzung auf den neuesten Stand zu bringen. Diese wurden einstimmig angenommen.
Thomas Mattes übernahm wieder die Entlastung des bisherigen Vorstandes und führte als Wahlleiter die Neuwahlen von sechs Vorstandsposten durch. Wie in den letzten Jahren wurden alle Vorstandsposten ohne Gegenstimmen gewählt.
Da sich Eckard Lacher nicht mehr zur Verfügung stellte stand die Wahl eines neuen ersten Vorsitzenden an. Lutz Reinhard wurde als neuer Vorsitzender gewählt. Sylvia Lang wurde als Kassiererin im Amt bestätigt, die aber in zwei Jahren nicht mehr antreten wird. Als Jugendwartin stellte sich Heike Lütz wieder zur Verfügung.
Da Philipp Dahlhaus als Veranstaltungswart nicht mehr antrat, wechselte der bisherige Beisitzer Balthasar Novák in dieses Amt. Von den beiden Beisitzerposten wurde Jens Eggert in seinem Amt bestätigt, Eckard Lacher war bereit als zweiter Beisitzer dem Vorstand weiterhin zur Verfügung zu stehen. Als Rechnungsprüfer wurden wieder Thomas Mattes und Jürgen Striebich gewählt.
Nachdem die Wahlen durch waren überraschte Jens Eggert die Anwesenden mit einer Power-Point Präsentation. Dabei ging es um das Wirken von Eckard Lacher im Verein als Trainer und Vorstandsmitglied seit der Gründung des Vereins. Hierbei wurden Bilder aus den Anfangstages des Judo Club Horb gezeigt, die manche der Anwesenden zum Schmunzeln und Lachen brachten, gab es doch einige Mitglieder als Kinder und Jugendliche zu sehen, die heute beispielsweise als Trainer auf der Matte stehen. In einer „kleinen abschließenden Statistik“ wurde aufgezählt, welche Spuren Eckard Lacher im Verein hinterlassen hat: Sechseinhalb Jahre lang war er Sportwart, 15 Jahre lang zweiter Vorsitzender, zwölf Jahre erster Vorsitzender und seit 34 Jahren steht er als Trainer auf der Matte! Zum Abschluss überreichte Jens Eggert dem sichtlich überraschten Vereinskameraden Eckard Lacher die Goldene Ehrennadel des Württembergischen Judoverbandes für sein Wirken beim Judo Club Horb und Württembergischen Judoverband. Lutz Reinhardt überreichte als neuer erster Vorsitzender zusätzlich einen Geschenkkorb mit Leckereien.

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Der neue Vorstand für die nächsten zwei Jahre.

 

Gruppenbild: die gesamte Vorstandschaft für die nächsten Jahre (von links)
Ralf Eberle, Simone Hertweck-Reinhardt, Kathrin Hertweck-Rohr, Eckard Lacher, Heike Lütz, Sylvia Lang, Lutz Reinhardt, Kai Dahlhaus, Balthasar Novák, Christof Faßnacht (hinten), Jens Eggert

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Eckard Lacher bekommt von seinem Nachfolger Lutz Reinhardt ein Präsent überreicht.

 

 


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