05.02.2015 erfolgreiche Gürtelprüfung des AFK

Mit einer erfolgreichen Gürtelprüfung endete am Donnerstag, den 05. Februar der abgelaufene Judo-Anfängerkurs des Judo Club Horb. Neun Anfänger und drei Fortgeschrittene aus dem Freizeittraining stellten sich am Donnerstag den beiden Prüfern Simone Hertweck-Reinhardt und Jens Eggert.

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Das Hamza blind ist, spielte bei dem Anfängerkurs keine Rolle. Er lernte und zeigte das gleiche Programm wie seine sehenden Partner.

Die neun Kinder und eine Mutter waren zum Teil sehr aufgeregt, obwohl sie das Programm in und auswendig kannten und beherrschten. Bei dieser Prüfung gab es einen besonderen Teilnehmer, dem man sein Handicap auf den ersten Blick nicht ansehen konnte; der achtjährige Hamza San ist seit Geburt blind. Seine Mutter Serife San war schon lange auf der Suche nach einem Sport, den ihr Sohn ausüben könnte. Über eine Freundin, deren Kinder ebenfalls den Kurs besuchten, lies sie nachfragen, ob der Judo Club Horb auch blinde Kinder unterrichten könnte. Für den verantwortlichen Trainer Jens Eggert war das kein Problem. Im Prinzip kann jedes behinderte Kind Judo erlernen. Je nach Art der Behinderung muss man gegebenenfalls Techniken modifizieren oder weglassen. Beim Aufwärmtraining haben die anderen Kinder ohne groß nachzufragen gebührende Rücksicht auf Hamza genommen. Beim Ringen und Raufen auf der Matte war der Junge voll eingebunden. Es war auch selbstverständlich, dass jeder einmal mit ihm trainierte. In fast jedem Training mussten die sehenden Kinder beim Techniküben selbst die Augen schließen und dann die Würfe und Haltegriffe „blind“ durchführen. So waren sie gezwungen, sich voll auf ihr Körpergefühl zu verlassen und die Techniken sauber anzusetzen. Zum anderen merkten sie, wie es ihrem blinden Trainingspartner ergeht, die Techniken ohne zu sehen auszuführen. Als zum Ende des Anfängerkurses die Frage gestellt wurde, wer denn Judo weitermachen möchte, war für alle Kinder klar, dass sie in den Verein eintreten möchten. Auch für Hamza war klar, dass Judo ein Sport ist, den Blinde locker mitmachen können. Er wurde bei den Prüfung von mehreren Kindern als Partner gewählt, da er sich sicher werfen lies und auch im Bodenprogramm gut auskannte.

Die Kinder mussten den beiden Prüfern zuerst zeigen, dass sie die Falltechnik in die Seitlage und auf den Rücken beherrschen. Anschließend folgten Wurfdemonstrationen mit Übergängen in Haltegriffe sowie die Befreiungen aus den Griffen selbst. Auch Übungskämpfe gehörten zum Programm.

Die drei Teilnehmer aus dem Freizeittraining strebten den gelb-orangen und grünen Gürtel an. Bei deren Programm wurden entsprechend mehr Würfe, Haltegriffe und Bewegungsaufgaben demonstriert.

Das Horber Prüferduo Simone Hertweck-Reinhardt und Jens Eggert konnte nach Abschluss der gezeigten Techniken allen Teilnehmern zu den erreichten Gürtelgraden gratulieren. Folgende Gürtelgrade wurden vergeben:

Den weiß-gelben Gürtel schafften, Maja Schamaitis, Deborah Schmid, Hamza und Ruveyda San, Lynn Marie Simon, Milla und Nele Gintschel sowie Marco und Petra Irion.

Den gelb-orangen Gürtel darf sich Lisa Arndt umbinden. Den grünen Gürtel schafften problemlos Marcel und Michael Kaupp.

Bei dem nun endenden Anfängerkurs waren erstmals die Mädchen in der Überzahl. Der nächste Anfängerkurs beginnt nach den Faschingsferien am Donnerstag, den 26. Februar um 17:00 Uhr in der Horber Hohenberghalle.

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Die stolzen Prüflinge der ersten Gürtelprüfung im Jahr 2015.

 

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Das Bodenrandori war ein Teil der Prüfung.

 

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Eine gute Falltechnik in die Seitlage will gelernt sein.

 

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Bei diesem Kurs gab es mehr Mädchen als Jungen.

 

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Miteinander trainieren und kämpfen ist eine Selbstverständlichkeit.

 


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