19.06.2016 Zwei WJV-Lehrgänge in der großen Stadionhalle

Am Sonntag, den 19. Juni fand in der großen Stadionhalle Horb ein Techniklehrgang zum 3. Kyugrad statt. Zehn Judoka aus drei Vereinen nutzen die Möglichkeit, sich in dem dreistündigen Lehrgang mit den Prüfungsinhalten zum Grüngurt intensiv auseinanderzusetzen. Unter der Leitung der Referenten Kai Dahlhaus und Jens Eggert, die beide Trainer beim Judo Club Horb sind, wurden die Teilnehmer in die Themenbereiche Kata, Wurftechniken und Bodentechniken unterrichtet.

Es zeigte sich auch bei diesem Lehrgang wieder, dass das Thema Kata in den Vereinen unterschiedlich intensiv gelehrt wird. Das hat zur Folge, dass häufig Prüflinge bei diesem Prüfungsfach scheitern, da ihnen die notwenige Routine fehlt.

Drei der Teilnehmer hatten die Möglichkeit genutzt, um die Prüfung zu dem neuen Gürtelgrad abzulegen. Die Trainer, die auch gleichzeitig Prüfer waren, konnten am Ende folgenden Judoka zur bestandenen Prüfung gratulieren: Marco Mokry vom SC Sigmaringen sowie Tim Schamaitis und Frank Kössig vom Judo Club Horb.

2016-06-19 Grüngurtlehrgang Horb

Die Teilnehmer des WJV Techniklehrgangs zum Grüngurt mit den drei erfolgreichen Prüflingen.

 

Am Nachmittag des gleichen Tages fand wieder ein Prüferlizenzlehrgang unter der Leitung des WJV-Prüfungsreferenten Andreas Morhardt statt, der vom WJV-Vizepräsident für den Breitensport, Andreas Kronauer unterstützt wurde. Die Teilnehmer durften sich anfangs mit der Theorie und den damit formalen Abläufen einer Gürtelprüfung auseinandersetzen. Hierbei ging es wie immer um die Einhaltung von Fristen bei der Anmeldung, der Überprüfung der Vorbereitungszeiten der Prüflinge sowie das richtige Ausfüllen von Prüfungslisten. Für manche Prüfer war es auch interessant zu erfahren, wie der Ablauf von Prüfungen an Schulen zu laufen hat, wenn die Teilnehmer nicht Mitglied in einem Verein sind. Denn hier muss auf der Prüfungsliste nicht nur der Prüfer, sondern auch der Schulleiter unterschreiben und die Liste muss mit dem Dienstsiegel der Schule versehen werden. Für die Prüflinge von Judo-AGs an Schulen sowie bei der Polizei oder Bundeswehr muss man bei der Geschäftsstelle gesonderte Prüfungsurkunden kaufen, die derzeit 17 Euro das Stück kosten. An diesen vereinsfernen Einrichtungen kann man  nur die prüfung bis zum Gelbgurt ablegen. Möchte jemand weitere Gürtelgrade ablegen, ist die Mitgliedschaft in einem Verein erfolrderlich. Sollten die Prüflinge später in einen Verein wechseln, dann können die Prüfungen in dem neuen Judopass bestätigt werden. Hierzu dienen die Prüfungsurkunden als Nachweis der abgelegten Gürtelgrade.

Im Praxisteil wurde unter anderem das Thema Kata näher betrachtet, da in diesem Fall die Prüfer andere Maßstäbe ansetzen müssen, als bei einer Dan-Prüfung.


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