Gürtelfarben im Judo

Wie in vielen anderen asiatischen Kampfsportarten gibt es auch im Judo farbige Gürtel, die die Teilnehmer um den Bauch gebunden haben. Der Gürtel, im japanischen „Obi“ genannt, soll in erster Linie die Judojacke zusammenhalten. Ein Judoanzug, „Judogi“ genannt, wird aus reißfester Baumwolle hergestellt.

Anfänger beginnen immer mit dem weißen Gürtel. Nach einer Vorbereitungszeit von etwa sechs Monaten kann man eine Gürtelprüfung ablegen, bei der man ein bestimmtes Programm zeigen muss. Hat der Prüfling alles geschafft, darf er den ersten farbigen Gürtel tragen.

Je dunkler die Gürtelfarbe ist, desto höher ist der Leistungsstand des Judoka. Die Reihenfolge der farbigen Gürtel lautet:

weiß   weiß-gelb   gelb   gelb-orange   orange
orange-grün   grün   blau   braun   schwarz

guertelkreis

Bei den Gürtelfarben von weiß bis braun spricht man von den sogenannten Schülergraden (Kyu-Grade). Mit dem schwarzen Gürtel beginnt der Kreis der Meistergrade (Dan-Grade). Im Judo kann man Prüfungen zu sechs Dan-Graden ablegen. Seit 2024 kann man auch die Prüfung zum sechsten Dan ablegen. Ansonsten werden diese Dan-Grade (rot-weiß und rot) für besondere Verdienste und Leistungen im Judosport verliehen.